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Kongressorganisation im Vergleich. Münster/Osnabrück, Nimwegen und Rijswijk

Dominik Fasel M.A.

Der Westfälische Friedenskongress in Münster und Osnabrück (1643-1649) stellte den ersten großen, multilateralen Friedenskongress der europäischen Geschichte dar. Er stand am Anfang einer Reihe von Friedenskongressen, die die zwischenstaatlichen Beziehungen in Europa gestaltet haben. Das Dissertationsprojekt möchte untersuchen, inwiefern die Diplomaten auf den Friedenskongressen in Nimwegen (1676-1679) und Rijswijk (1697) auf diese Erfahrungen zurückgreifen konnten und zurückgegriffen haben. Wie präsent war der Westfälische Friedenskongress als Referenzpunkt bei der Organisation der folgenden Kongresse? In welchen Aspekten war er positives Vorbild oder Negativbeispiel?

Der Schwerpunkt liegt auf technisch-organisatorischen Gesichtspunkten der Kongresse wie etwa der Auswahl des Kongressorts, der Bestimmung des Teilnehmerkreises, der Einigung auf bestimmte Aspekte eines Kongresszeremoniells, der Form der Verhandlungen oder der Festlegung der Verhandlungssprachen. Während die Inhalte der Verhandlungen von den jeweiligen Rahmenbedingungen abhängig waren, lassen sich in diesen Punkten Kontinuitäten, Entwicklungen oder Innovationen feststellen. Durch die vergleichende Betrachtung dieser drei Kongresse möchte die Untersuchung Erkenntnisse über die Entwicklung des Kongresswesens im 17. Jahrhunderts gewinnen, aber auch einen Beitrag zur Forschung zu den beiden weniger gut untersuchten Kongressen in Nimwegen und Rijswijk leisten.

Kontakt: fasel@uni-bonn.de

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