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Diarien vom Westfälischen Friedenskongress. Politische Berichtspraxis und lebensweltliche Erfahrungen frühneuzeitlicher Gesandter

Natascha Thery M.A.

Die Arbeit befasst sich mit den überlieferten deutschsprachigen Diarien von Gesandten auf dem Westfälischen Friedenskongress und untersucht ihre Bedeutung. Hierbei werden sowohl die Aufzeichnungen von bekannten Diplomaten wie dem kaiserlichen Gesandten Dr. Isaak Volmar oder dem Gesandten Kurkölns Fürstbischof Franz Wilhelm von Wartenberg untersucht, aber auch von weniger bekannten Teilnehmern wie zum Beispiel dem oldenburgischen Rat Dr. Conrad Balthasar Pichtel oder dem Abgesandten der Wetterauischen Grafen Dr. Johann Geißel. Die Bearbeitung der unterschiedlichen Aufzeichnungen von verschiedenen Verhandlungsseiten soll eine neue Perspektive bei der Bewertung des Kongressalltages und der Verhandlungen und Beziehungen der Diplomaten untereinander aufzeigen.

Im Rahmen des Dissertationsprojektes werden folgende zentrale Fragen untersucht:

Was sind Diarien eigentlich? Welche Diarien von Diplomaten auf dem Westfälischen Friedenskongress existieren und wie unterscheiden sie sich? Welche Intentionen führten zur Abfassung von Diarien? Welche Erwartungen hatten die möglichen Auftraggeber und was passierte mit den Aufzeichnungen an den Höfen? Wie haben die Gesandten in Westfalen gelebt und miteinander kommuniziert? Und letztlich wird die Frage gestellt, ob und inwiefern die „Diarien vom Westfälischen Friedenskongress“ überhaupt eine gemeinsame Gattung darstellen.

Als wesentliche Quellengrundlage des Projektes dienen die erhaltenen Diarien der Gesandten, teils veröffentlicht in Quelleneditionen wie den „Acta Pacis Westphalicae“, teils ungedruckt.

Kontakt: s5nather@uni-bonn.de

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